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Die Edelherren von Hünefeld werden bereits 1146 erwähnt. Ihren Stammsitz nordöstlich von Bad Essen hatten sie um 1300 zu einer Wasserburg mit einem unteren und einem oberen Teil umgebaut. Aus dem oberen wurde später eine Dreiflügelanlage mit einem weiten Ehrenhof.  Der untere dagegen wurde wahrscheinlich um 1600 wieder abgerissen, um Platz für Befestigungsanlagen zu schaffen. Um 1400 gehörten alle Mitglieder dieses Geschlechts der Bischöflichen Ministerialität an. Johann v. Hünefeld baute auf dem Schlossgelände eine Kapelle, deren Besuchern von Papst Johann XXI um 1320 ein 40-tägiger Ablass ihrer Sünden gewährt wurde. Sie befindet sich heute zweckentfremdet im nördlichen Wirtschaftsgebäude und ist der untere Teil eines ursprünglichen Steinwerkes (Wohnturm).

1394 wird durch Heirat Everd v. Haren als  Schlossherr genannt. Er verkaufte die Burg Hünnefeld 1432 seinem Schwiegersohn Bernd v. Dehem, der sie wiederum, da er kinderlos blieb, 1447 für 150 Gulden an Albert von dem Bussche veräußerte. Gerhard Clamor ließ 1610-14 das jetzt noch stehende Herrenhaus im schlichten Stil der Spätrenaissance errichten. Er hatte ursprünglich eine vierflügelige Burganlage geplant, da sie sich im Krieg optimal verteidigen lasse, konnte aber nur das zweigeschossige Herrenhaus verwirklichen. Die beiden Seitenflügel sind jüngeren Datums wie auch die Verbindungstürme mit den kuppeligen Hauben.

Sein Ur-Urenkel Clamor Adolf Theodor v. d. Bussche wurde 1783 zum Geheimen Rat ernannt und führte von nun an bei Abwesenheit des Fürstbischofs die Regierungsgeschäfte des Hochstiftes. Bis heute ist das Geschlecht Freiherr von dem Bussche Besitzer des Schlosses Hünnefeld.

Das Museum zeigt Kuriositäten und Einzelstücke aus der Geschichte des Hauses, die sich im Laufe der verschiedenen Generationen angesammelt haben.

Auf dem repräsentativen Vorhof, dem Cour d’Honneur (Ehrenhof), kann man sich leicht mehrspännige Karossen früherer Zeit vorstellen. Verspielt wirkt der runde Taubenturm (1710), der deutlich macht, dass die Taubenhaltung bis zur französischen Revolution ein absolutes Privileg des Adels und der hohen Geistlichkeit war. Der Barockgarten wurde um 1800 in einen prachtvollen englischen Landschaftsgarten umgewandelt und mit seltenen Bäumen bepflanzt

Heutiger Besitzer: Bent Freiherr von dem Bussche-Hünnefeld, Schloss Hünnefeld, 49152 Bad Essen
(www.schloss-huennefeld.de)