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Wer kennt sie nicht, die schöne Ippenburg bei Bad Essen! Jährlich strömen Tausende von Menschen anlässlich des jedes Jahr wiederkehrenden „Ippenburger Schloss- und Gartenfestivals“ in die Gärten dieses märchenhaften Schlosses.

So wie es sich heute darbietet, ist es noch relativ jung. Die alte Vorgängerburg wurde 1811 wegen Baufälligkeit abgerissen und von Graf Wilhelm von dem Bussche in den Jahren 1861-67 im neugotischen Baustil neu errichtet. Neugotische Dome findet man allenthalben, Profanbauten dieses Stils dagegen in Deutschland kaum. Der Bauherr entschied sich, sein Schloss nach Art der englischen Herrenhäuser (manorhouses) gotisch zu bauen und so gleichsam eine Victorianische Imitation zu schaffen. Schon sehr ungewöhnlich ist die fünfschiffige Eingangshalle, die mit ihren Säulen und dem Kreuzgewölbe eine stark sakrale Atmosphäre ausstrahlt.

Der zweigeschossige dreiflügelige Bau präsentiert sich dem Besucher mit seinen beiden faszinierenden Ecktürmen und dem breiten Mittelrisalit (ital. risalto = Vorsprung) mit dem malerischen Treppengiebel. Hier kann man den Zeitgeist des 19. Jahrhunderts erahnen.

b_130_185_16777215_00_images_Gueter_schloss_ippenburg_1.jpgVor dem Schloss fallen die Steinskulpturen der Figurenbrücke ins Auge. Sie stellen die vier Tugenden Barmherzigkeit, Klugheit, Beständigkeit und Barmherzigkeit dar. Philip v. d. Bussche, der gegen Ende des 17. Jahrhunderts Gesandter in Wien war, brachte sie von dort mit.

Die Ippenburg befindet sich nach wie vor im Besitz der Familie Freiherr von dem Bussche-Ippenburg. Von der allerersten Ippenburg wissen wir, dass sie Mitte des 14. Jahrhunderts  ein Claus von Gesmele (aus dem Gesmolder Haus) besaß. 1390 gehörte sie aber schon der Familie von dem Bussche. Viele von ihnen waren Drosten von Wittlage und Hunteburg, auch Ritter, und Landräte. Clamor v. d. Bussche war Kammerherr im Dienste des Kurfürsten von der Pfalz, Philipp Wilhelm preußischer Major und Clamor Johann preußischer Kapitän.

Die von dem Bussche haben auch das Patronat über die Kirche zu Bad Essen, in der viele ihrer Familienmitglieder ihre letzte Ruhe fanden. Philip Sigismund, dessen Taufpate der gleichnamige Bischof von Osnabrück war, wandte sich dennoch später der lutherischen Lehre zu und bewirkte, dass das ganze Kirchspiel Essen evangelisch wurde.

Heutiger Besitzer: Philip Freiherr von dem Bussche-Ippenburg, Schlossstraße 1, 49152 Bad Essen  (www.ippenburg.de)