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Beitrittserklärung

Wir haben keine genaue Kenntnis darüber, wann die Burg gebaut wurde, aber wir wissen, dass sie nach einem Großbrand 1618 von Grund auf renoviert und 1627 zu einer geschlossenen rechteckigen Anlage umgestaltet wurde. Heute besteht die Ledenburg nur noch aus den beiden im rechten Winkel zueinander stehenden Flügeln des Haupthauses und dem vorgebauten ungleichseitigen Turm. Das Torhaus war mit den Nebengebäuden die ehemalige Vorburg. Die Wassergräben hat man künstlich mit einer Tonsohle versehen, um das Versickern des Wassers zu verhindern. Ein einfacher, von kräftigen Konsolen getragener Sandsteinerker, der zur besseren Überwachung der Einfahrt gedacht war, stellt neben dem mit Pilastern verzierten Haupteingang das einzige äußere Schmuckstück der Burg dar.

Bemerkenswert dagegen ist im Innern des Westflügels die repräsentative dreiläufige Treppe. Diese Ausführung gilt als ein frühes norddeutsches Beispiel einer neuen Treppenform, die an die Stelle der bis dahin üblichen Wendeltreppen der Weserrenaissance trat. Die italienische Erfindung der geraden Stiege war bis ins 17. Jahrhundert hinein in Deutschland noch unbekannt. Besondere Schmuckstücke der Ledenburg sind der mit Sandsteinfiguren dekorierte Kamin, die Porzellankachelöfen und die Sammlungen aus der bäuerlichen Arbeitswelt vergangener Jahrhunderte.

Der Überlieferung nach soll der aus Goethes „Wilhelm Tell“ bekannte Herzog Johann von Schwaben, der 1308 seinen Onkel, den deutschen Kaiser Albrecht I von Habsburg, ermordete und deshalb „Johann Paricida“ = (lateinisch) Mörder des pares (Blutsverwandten) genannt wurde, in diesem Hause in der Verbannung gelebt haben.

Die Besitzer des Wasserschlosses waren bis 1557 die Familien von Leden,
bis 1622 die von Enningloh, genannt von Pladiese,
und bis 1776 die von Grothaus zu Krietenstein. Der Generalleutnant Ernst Philipp Ferdinand von Grothaus sorgte 1770 für einen Neubau der Holter Kirche, wie auf einer Tafel an ihrer Nordseite über dem Eingang zu lesen ist.
Danach kam durch Heirat das Schloss in den Besitz der Grafen von Münster,
bis es schließlich 1951 die Fabrikantenfamilie Homann aus Dissen erwarb, die es so renovieren ließ, wie es sich heute dem Besucher darstellt.

Besitz: Homann’sche Gutsverwaltung Nemden, Schloss Ledenburg, 49143 Bissendorf

(Google: Schloss Ledenburg)